Schreiben in und mit digitalen Medien: die Web-Plattform myMoment

Schreiben in und mit digitalen Medien: die Web-Plattform myMoment

von Julienne Furger und Hansjakob Schneider

Heute machen Schülerinnen und Schüler als so genannte :digital natives9 einen grossen Teil ihrer literalen Erfahrungen mit digitalen Kommunikationsmedien ausserhalb der Schule. Was bedeutet diese ausserschulische Schreibsozialisation für den Schreibunterricht? Wie kann die Schule die literalen Aktivitäten der Jugendlichen im Internet in den Unterricht einbeziehen? In diesem Beitrag wird gezeigt, wie schulische Schreibaufgaben mit der Verwendung von digitalen Kommunikationsmedien verbunden werden können.

mehr dazu: http://leseforum.ch

Release - minibooks.ch

Minibooks schreiben ist seit längerer Zeit ein "Renner" - nicht nur Schülerinnen und Schüler schreiben gerne Minibooks, auch sehr viele Erwachsene sind vom Virus angesteckt. Die Webseite minibooks.ch wurde neu gestaltet und mit neuen zusätzlichen Funktionen ausgestattet:

- Bilder können in die minibooks eingefügt werden. Man kann in unserer Galerie suchen oder eigene Bilder hochladen.

- Texte können formatiert werden. Manuelle Zeilenumbrüche und Seitenumbrüche sind möglich.

- Tabellen können eingefügt werden.

- minibooks sind nun zusätzlich im Format A3 möglich.

- minibooks können gespeichert werden. Sie können dadurch später wieder geladen und bearbeitet werden.

- Gespeicherte minibooks können als Onlineversion frei gegeben werden. Andere Personen können diese kommentieren.

- Es stehen alle acht Seiten zum Beschreiben zur Verfügung.

Appetit bekommen? www.minibooks.ch

Auf der Suche nach LeserInnen

«Reflexe»-Reihe: Lesen in Zukunft, SR DRS

Auf der Suche nach LeserInnen

Wer ist das überhaupt, dieser Leser, diese Leserin? Wir haben jene Orte besucht, wo man diese Spezies am ehesten antrifft: Eine öffentliche Bibliothek, Buchhandlungen, die Schule, einen privaten Lesezirkel sowie eine öffentliche Lesegesellschaft.

Andrea Bertschi-Kaufmann, Leseforscherin und Professorin an der pädagogischen Fachhochschule Aarau, kommentiert die einzelnen Stimmen.

zum Podcast vom 7.3.2011:

Das Schulbuch bleibt - und wird viel mehr

Erste Ergebnisse des Universitätsprojekts "Das Buch neu denken"

Schulbücher enthalten Texte und Bilder, modernere Exemplare ausserdem eine CD-ROM oder begleitende Onlineangebote, die über Webcodes zugänglich sind. Soweit die bisherige Verknüpfung des Buchs mit den sogenannten Neuen Medien. Studierende der "New Media Studio Class" an der Berliner Universität der Künste UdK wollten wissen, ob diese Verknüpfungen nicht noch weitaus intensiver und einfacher gestaltet werden können. Die Exponate ihres Projekts "Das Buch neu denken" zeigen jetzt auf faszinierende Weise, wohin sich das moderne Buch entwickeln kann. "Uns interessierte die jüngere Generation, Schüler, die es gewohnt sind, mit Medien umzugehen und die auch erwarten, dass man zum Lernen unterschiedliche Medien nutzt", erläutert Prof. Kora Kimpel von der UdK die Zielsetzung des Projekts. "Wir haben also versucht, das Buch für diese Zielgruppe neu zu denken, ohne dass es ein E-Book wird und als eigentliches Buch wegfällt." (Quelle: Bildunsgklick.de)

(Bild: bikl.de)

mehr: http://bildungsklick.de/a/76623/das-schulbuch-bleibt-und-wird-viel-mehr/

Wolf Boy x Natural Girl

Japanische Schulmädchen schreiben auf ihren Handys Romane über Liebesglück und Herzschmerz. Wenn sie Glück haben, werden sie gedruckt 100 000fach. ..."Im Expresszug von Tokyo nach Yokohama kommt man sich vor wie auf einer Fachmesse für mobile Unterhaltungselek­tronik. Ein junger Angestellter verfolgt auf dem Handy die Live-Übertragung eines Baseballspiels. Zwei Schüler haben ihre Playstations per Bluetooth synchronisiert und lassen ihre Avatare die virtuellen Klingen kreuzen. iPhones und iPods, wo man hinschaut. Fast jeder ist am Shoppen, Surfen, Chatten oder Gamen. Und jemand schreibt vielleicht gerade einen Bestseller. ...

mehr: http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/43648806-e7b5-492d-ba1e-0cbc70cd06f4.aspx

Kinder auf die Gefahren des Internets vorbereiten

Kinder und Jugendliche sollen lernen, mit den eigenen Daten im Internet verantwortungsvoll umzugehen. Datenschützer Hanspeter Thür gab heute den Startschuss zur Kampagne «Netla - Meine Daten gehören mir!»

Tagesschau vom 28.01.2011

Tagesschau 19.30 Uhr am 28. Januar 2011

Tagesschau vom 28.01.2011

mehr...

http://www.tagesanzeiger.ch/digital/

Junge Surfer im Visier

Kinder und Jugendliche sind im Internet öfters allein unterwegs. Deswegen ist entscheidend, dass sie sich der Situationen bewusst sind, in die sie beim Surfen im Internet geraten können.Der Eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür hat am Freitag den Startschuss zu einer Kampagne gegeben. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren für die Bedeutung von Persönlichkeitsschutz und Privatsphäre zu sensibilisieren.

Die Kampagne mit dem Namen «Netla - Meine Daten gehören mir!» erhebt laut Thür nicht den Drohfinger, sondern setzt auf die positive Vermittlung eines Wertebewusstseins. Für die Kinder im Vorschulalter wurde zum Einstieg in die Thematik eine Bildgeschichte entwickelt, für ältere Kinder und Jugendliche ein Comic.

Auf der Website www.netla.ch sollen Online-Games für verschiedene Altersgruppen die spielerische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten im Internet fördern. Die Jugendlichen können Ratschläge und Tipps abrufen und mit einem Quiz das neue Wissen vertiefen.

Auch Eltern und Lehrpersonen finden auf der Website Hinweise und Materialien zum Umgang mit der Thematik. Im Herbst können Kinder und Jugendliche dann an einer Datenschutz-Meisterschaft gegeneinander antreten.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Datenschutzbeauftragten und des Rates für Persönlichkeitsschutz. Zu den Partnern gehören die Fachhochschule Nordwestschweiz und die Zürcher Hochschule der Künste.

mehr: http://www.netla.ch

Europäischer Datenschutztag, 28.1.2011

Zum heutigen Europäischen Datenschutztag die lesenswerten "Bekenntnisse eines Datensammlers" aus der "Zeitonline": ..."Ich bin einer von Ihnen. Ich bin einer von denen, die das Surfverhalten von Usern im Internet aufzeichnen, Daten sammeln und an andere weitergeben. Meine Firma betreibt mehrere, über ganz Europa verteilte Rechenzentren und steuert die Werbeeinblendungen für mehr als 100 Millionen User in Europa  bis zu 12.000 mal pro Sekunde geben wir die Daten weiter an Systeme, die damit passende Werbung einblenden."...

mehr: http://www.zeit.de/digital/internet/2011-01/targeting-tracking-noller

Kinder und Jugendliche für mehr Schutz im Internet

Neue Studie Jugend 2.0": Kinder und Jugendliche und das Internet:

* Mädchen erobern Social Communitys * Aber: Jedes sechste Mädchen beklagt sexuelle Belästigungen * BITKOM stellt Studie Jugend 2.0" und Tipps für Eltern vor

Jugendliche sind die am besten vernetzte Altersgruppe: 98 Prozent der 10- bis 18-Jährigen nutzen das Internet, hat eine Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. Selbst jüngere Teenager von 10 bis 12 Jahren sind zu 96 Prozent online. Fast alle Zehnjährigen bewegen sich regelmässig im Internet. Mit 13 Jahren sind die meisten täglich online", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer in Berlin. Kinder und Jugendliche sollen das Potenzial des Internets voll ausschöpfen können. Dazu brauchen sie entsprechende Fähigkeiten und noch mehr Schutz."

mehr: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_66689.aspx

Pisa-Studie: Schweizer überdurchschnittlich aber mit grossem Abstand zur Spitze

Die Schweizer Jugendlichen belegen gemäss den neuesten Pisa-Untersuchungen in der Lesekompetenz den 11. Rang unter den 34 untersuchten OECD-Staaten. Damit liegen sie über dem OECD-Durchschnitt. Die Leistungsdefizite von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund konnten deutlich reduziert werden.

Tagesschau vom 07.12.2010

mehr: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/12/07/Schweiz/Pisa-Studie-Schweizer-ueberdurchschnittlich-aber-mit-grossem-Abstand-zur-Spitze

«Schreibzeit Schweiz» entdeckt junge Schreibtalente

15.01.11 - 31.03.11 / Einsendeschluss 31. März 2011

Wettbewerb

Zum zweiten Mal schreiben die Kultessen Bern den Wettbewerb «Schreibzeit Schweiz» für Kinder und Jugendliche aus. Er dient als Vorausscheidung für eine Werkstattwoche im Sommer. Die Wettbewerbsbeiträge zum Thema «entdeckt» werden von einer erfahrenen Fachjury - darunter wiederum Lukas Hartmann - bewertet. Einsendeschluss ist der 31. März.


http://www.schreibzeitschweiz.ch

Konkrete Erfahrungen mit myMoment in Interviews erfragt

Den ganzen September haben wir drei - Claudia Fischer, Julienne Furger und Esther Wiesner - verschiedene myMoment-Klassen besuchen dürfen: Wir haben eine Auswahl an Kindern und Lehrpersonen zu ihren Erfahrungen mit der Plattform und zum Schreiben und Lesen generell befragt. Sie haben uns viel Neues und Interessantes erzählt: Dass Kinder mehr Fantasie haben als Erwachsene, dass sie es gut finden, dass auch ihre Verwandten auf anderen Kontinenten ihre Geschichten lesen können, dass man sich manchmal richtig ins Schreiben vertieft und fast nicht mehr aufhören kann, ... Dabei sind die Kinder auch kritisch gewesen und haben uns genau auseinandergesetzt, was ihnen an der Plattform nicht so gefällt: Z. B. haben ein paar SchreiberInnen zu Projektbeginn Texte verloren oder sie haben die Erfahrung gemacht, dass man sein Passwort am besten nicht an andere weitergibt, weil die unter Umständen dann unter ihrem Namen Unerwünschtes ins Netz stellen. Oder sie haben unsensibel formulierte Kommentare erhalten. Das kann natürlich verletztend oder nervend sein. Besondere Erwähnung fand jeweils das TTS-Tool, die künstliche Vorlesestimme: Die meisten finden zwar, sie lese "komisch", sie lese die Fehler und kenne nur einen Tonfall. Andererseits begeistern sich dieselben Kinder aber für die Stimme, die ihnen das Lesen auch mal abnimmt und der sie manchmal mit Absicht schwierige Wörter zu lesen geben.

Müsterli aus den Interviews gibt es hier: Muster_Interview.pdf

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die wir besuchen durften! Diese Feedbacks sind für uns sehr wertvoll. - Claudia, Julienne und Esther

Internationales Fachpublikum von myMoment begeistert

Anfangs September hat Hansjakob Schneider, der Leiter des Forschungsprojekts "myMoment2.0" Schreiben auf einer Web-Plattform", in Bremen die Plattform myMoment, das Forschungsprojekt und erste Resultate präsentiert. Das Publikum bestand aus Deutschdidaktikerinnen und Deutschdidaktikern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

[Mehr]

Schreiben - lesen - kommentieren

Ein paar Klicks durch die myMoment-Rubriken zeigen: Seit ihrem Schreibstart in myMoment haben die Projektkinder bereits etliche Texte veröffentlicht. Und: Sie schreiben nicht nur eigene Geschichten, auch Texte von anderen werden gelesen und bereits rege kommentiert. Dieses Verhalten erinnert an dasjenige von früheren myMomentkindern, das ich 2007 beobachtet und im Artikel "Ich finde myMoment cool. Ich will Autorin werden" diskutiert habe. Die Erfahrung von damals zeigt: Gespannt dürfen wir auf weitere Entwicklungen hoffen, etwa auf gezieltes Textplatzieren oder Textformatieren; Mittel, mit denen die Kinder die Aufmerksamkeit potenzieller LeserInnen zu erregen versuchen werden.

Einführung ins myMoment Tool - Weiterbildung GruppeM

Am Mittwoch, 5. Mai 2010 haben sich die LehrerInnen der Gruppe M in Aarau, in den Kursräumen von imedias (PH FHNW) zur Einführung ins myMoment Tool eingefunden. Eugen Notter hat alle Funktionen des Tools erläutert und in die Administration eingeführt. Viel Neues und viel Input - das muss nun zuerst mal verdaut werden. Trotz anstrengendem Kursnachmittag war die Stimmung gemütlich und aufgeräumt. Im Webinar, unserem Web-Seminar finden die LehrerInnen nebst allen Kursunterlagen, bereits Atelieraufträge, kleine Schreibaufgaben, damit die Kinder gleich «loslegen» können. Für den gegenseitigen Ideenaustausch, Fragen und Probleme im Zusammenhang mit der Arbeit auf mymoment.ch wird im Webinar ein Forum angeboten, da haben alle aus der «myMoment-Community» die Möglichkeit, bis zum nächsten «realen» Treffen sich «virtuell» auszutauschen;-) Die LehrerInnen sind gespannt und sehr motiviert die ersten Geh-/Schreibversuche mit ihrer Klasse auf mymoment.ch in Angriff zu nehmen. Ich wünschen allen LehrerInnen und ihren Klassen einen guten Start mit mymoment.ch, viele «gfreute» Momente und viel Spass beim Schreiben!

WBmyMoEinführung

Erhebungen in den Projektklassen

Seit einem knappen Monat haben die Primarschulklassen des Projekts ihre Türen für die Testleiterinnen und Testleiter von myMoment2.0 geöffnet. Die Erhebungen verlaufen in den meisten Fällen ausgezeichnet: Es ist erfreulich, mit welcher Ernsthaftigkeit die Schülerinnen und Schüler mitforschen wollen und darum die schriftlichen Fragen beantworten. Immer wieder staunen Testleitende und Lehrpersonen dabei über die spontane und offene Kommunikationsfreude und Begeisterung der Kinder: Fällt doch Anna bei der Frage, "Was schreibst du alles?" plötzlich ein, dass sie Beni kürzlich einen echten Brief geschrieben hat - einen Liebesbrief -­­ wie sie der ganzen Klasse stolz erklärt ... Die Erhebungen finden nicht nur im Schulzimmer statt: Die Kinder der 4. Klasse und die Lehrpersonen beantworten den Fragebogen online. Natürlich muss auch hier vereinzelt den Tücken der Technik die Stirn geboten werden ;-).

Herzlichen Dank allen Lehrpersonen und allen SchülInnen!

Willkommen!

Wir betreten Neuland: Dieser Projektblog soll unser neues DORE Projekt «myMoment2.0» begleiten und neue Wege der Kommunikation nutzen - web2.0 konform in einem Blog. Wir möchten über den Verlauf des Projektes berichten, ab und zu auch mal einen Blick hinter die Kulissen eines solchen Forschungsprojekts werfen und auf einschlägige und interessante Literatur oder Vorträge hinweisen. Wir erhoffen uns davon, in einen für alle Seiten bereichernden Austausch zu kommen: Mit Kollegen aus der Praxis und der Wissenschaft, die sich mit ähnlichen Themen befassen; mit einer breiteren Öffentlichkeit, den Eltern der schreibenden Kindern; allen die am Thema interessiert sind. Es ist ein Experiment, wir versuchen's - herzlich willkommen an alle Leserinnen und Leser!

KickOff - myMoment2.0

Die Kick-Off - Veranstaltung mit allen am Projekt beteiligten Lehrpersonen und Projektmitarbeitenden findet am Mittwoch, 17.3.2010 in Aarau statt. Auf dem Programm stehen eine Einführung ins Projekt «myMoment2.0», bezogen auf Schreibdidaktik und Medienpädagogik, Ateliers für die beiden am Projekt beteiligten Gruppen P und M (Papier und myMoment), Informationen zum Forschungsablauf und die Einführung ins «webinar myMoment», einem Web-Seminar mit einem Projektblog, das «myMoment2.0» während der Projektzeit begleiten wird.


Slideshow KickOff

Wie funktioniert Blogging?

Weblogs sind eine Art Nachrichtenbörse

Das Internet wird gefiltert - je nachdem, was der Blogger für bedeutsam hält, wird ausgewählt. Dank einer Technologie namens RSS ("Really Simple Syndication" - übersetzt: "eine wirklich einfache Verbreitung") kann der Blogger aktuelle News auch direkt auf seinen PC geliefert bekommen, ohne selbst im Netz auf Suche zu gehen. Weblogs sind das schnellste Medium für die Verbreitung von Nachrichten im Internet. Ein entscheidendes Ziel besteht darin, das Weblog weltweit, sofort und für alle lesbar zu machen. Alles weitere ist nachgeordnet: Niveau, Design und häufig sogar der Inhalt. Aktuell, individuell, originell und jede Menge Links, das sind die Kennzeichen für Blogging.

News sind gefragt

Niemand will heute mehr ellenlange Abhandlungen lesen, deshalb steckt in der Kürze die Würze. Im Vordergrung stehen brandaktuelle News. Oft aber geht es auch um Fun oder auch nur um bloße Gefühlsbekundungen. Nichts ist für die Ewigkeit geschrieben, alles ist subjektiv, das Weltbild ist egozentrisch. Was zählen beim alltäglichen Narzissmus Wahrheit oder Wissenschaft ...?

Blogging in einer eingeschworenen Gemeinschaft

Die Nachrichten können auch sehr persönlicher Natur sein. Es gibt viele Weblogs, die der Menge unbekannt sind. Nur eine eingeschworene Gemeinschaft, wie zum Beispiel eine Jugend-Clique, hat Kenntnis über einen speziellen Blog. Aber das reicht auch: Außenstehende würden beim Lesen das Gähnen anfangen, für die Teenies ist es der große Hit. Sie amüsieren sich köstlich, über ihren privaten Alltag zu berichten und Intimes über andere Cliquen-Mitglieder zu erfahren. Und eines muß zum Abschluß noch gesagt werden: "Blogging" kann jeder. Es ist schwieriger, eine Wettervorhersage im Internet zu finden, als einen Blog anzulegen. Gerade weil Bloggen von den technischen Anforderungen her so simpel ist, konnte sich die Bloggerszene so schlagartig ausbreiten. Das Erstellen einer eigenen Homepage ist dagegen sehr viel anspruchsvoller.

Weshalb der Name Weblog? Wurzeln

Beginnen wir bei den Wortwurzeln. Der Begriff "Weblog" setzt sich zusammen aus den beiden Wörtern "Web" und "Log". "Web" ist die Kurzform von World Wide Web (www) oder Weltweites Netzwerk auf deutsch. "Log" kommt von Logbuch - eine Art Tagebuch, in welchem an Bord eines Schiffes alle bedeutsamen Ereignisse eingetragen werden. Dieses Prinzip wurde nun für das Internet wiederentdeckt: Ein "Weblog" im strengen Sinne ist das, was ein Online-Surfer auf seinen Streifzügen durchs Internet für bedeutsam hält. Und was er in seinem "Fahrtenbuch" verewigt. Weblogs (kurz: Blogs), Blogger und Blogging sind kennzeichnende Begriffe für das Logbuch im Web. Der große Unterschied zu einem klassischen Logbuch besteht darin, dass die Blog-Einträge öffentlich gemacht und von anderen kommentiert werden können.

Wodurch unterscheiden sich "Weblogs" von anderen Medien?

Im Unterschied zu anderen Medien, ist Subjektivität beim "Blogging" ausdrücklich erwünscht. Es geht nicht darum, Ereignisse möglichst sachlich und neutral zu schildern, sondern die ganz persönliche Sicht oder Meinung des Bloggers ist gefragt. Man will etwas über die ganz spezielle Denk- oder Lebensweise des einen Bloggers erfahren und nicht einfach bloße Tatsachen. Es gibt auch diverse Leser, die sich nicht nur mit Lesen begnügen, sondern Einträge auch kommentieren wollen. Im Gegensatz zu einer Zeitung oder Zeitschrift, bei der ein Kommentar zu einem Artikel in Form eines Leserbriefes erst bei der nächsten Ausgabe erscheinen kann (wenn überhaupt!), kann der Leser einen Blogeintrag unmittelbar und ohne Zensur kommentieren. In der Bloggerszene herrscht die Tendenz vor, sehr persönliche, subjektiv gefärbte Formulierungen zu wählen. Das Mitteilungsbedürfnis eines Bloggers ist in der Regel stark ausgeprägt.

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