Konkrete Erfahrungen mit myMoment in Interviews erfragt

Den ganzen September haben wir drei - Claudia Fischer, Julienne Furger und Esther Wiesner - verschiedene myMoment-Klassen besuchen dürfen: Wir haben eine Auswahl an Kindern und Lehrpersonen zu ihren Erfahrungen mit der Plattform und zum Schreiben und Lesen generell befragt. Sie haben uns viel Neues und Interessantes erzählt: Dass Kinder mehr Fantasie haben als Erwachsene, dass sie es gut finden, dass auch ihre Verwandten auf anderen Kontinenten ihre Geschichten lesen können, dass man sich manchmal richtig ins Schreiben vertieft und fast nicht mehr aufhören kann, ... Dabei sind die Kinder auch kritisch gewesen und haben uns genau auseinandergesetzt, was ihnen an der Plattform nicht so gefällt: Z. B. haben ein paar SchreiberInnen zu Projektbeginn Texte verloren oder sie haben die Erfahrung gemacht, dass man sein Passwort am besten nicht an andere weitergibt, weil die unter Umständen dann unter ihrem Namen Unerwünschtes ins Netz stellen. Oder sie haben unsensibel formulierte Kommentare erhalten. Das kann natürlich verletztend oder nervend sein. Besondere Erwähnung fand jeweils das TTS-Tool, die künstliche Vorlesestimme: Die meisten finden zwar, sie lese "komisch", sie lese die Fehler und kenne nur einen Tonfall. Andererseits begeistern sich dieselben Kinder aber für die Stimme, die ihnen das Lesen auch mal abnimmt und der sie manchmal mit Absicht schwierige Wörter zu lesen geben.

Müsterli aus den Interviews gibt es hier: Muster_Interview.pdf

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die wir besuchen durften! Diese Feedbacks sind für uns sehr wertvoll. - Claudia, Julienne und Esther

Internationales Fachpublikum von myMoment begeistert

Anfangs September hat Hansjakob Schneider, der Leiter des Forschungsprojekts "myMoment2.0" Schreiben auf einer Web-Plattform", in Bremen die Plattform myMoment, das Forschungsprojekt und erste Resultate präsentiert. Das Publikum bestand aus Deutschdidaktikerinnen und Deutschdidaktikern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

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Erhebungen in den Projektklassen

Seit einem knappen Monat haben die Primarschulklassen des Projekts ihre Türen für die Testleiterinnen und Testleiter von myMoment2.0 geöffnet. Die Erhebungen verlaufen in den meisten Fällen ausgezeichnet: Es ist erfreulich, mit welcher Ernsthaftigkeit die Schülerinnen und Schüler mitforschen wollen und darum die schriftlichen Fragen beantworten. Immer wieder staunen Testleitende und Lehrpersonen dabei über die spontane und offene Kommunikationsfreude und Begeisterung der Kinder: Fällt doch Anna bei der Frage, "Was schreibst du alles?" plötzlich ein, dass sie Beni kürzlich einen echten Brief geschrieben hat - einen Liebesbrief -­­ wie sie der ganzen Klasse stolz erklärt ... Die Erhebungen finden nicht nur im Schulzimmer statt: Die Kinder der 4. Klasse und die Lehrpersonen beantworten den Fragebogen online. Natürlich muss auch hier vereinzelt den Tücken der Technik die Stirn geboten werden ;-).

Herzlichen Dank allen Lehrpersonen und allen SchülInnen!

Wie funktioniert Blogging?

Weblogs sind eine Art Nachrichtenbörse

Das Internet wird gefiltert - je nachdem, was der Blogger für bedeutsam hält, wird ausgewählt. Dank einer Technologie namens RSS ("Really Simple Syndication" - übersetzt: "eine wirklich einfache Verbreitung") kann der Blogger aktuelle News auch direkt auf seinen PC geliefert bekommen, ohne selbst im Netz auf Suche zu gehen. Weblogs sind das schnellste Medium für die Verbreitung von Nachrichten im Internet. Ein entscheidendes Ziel besteht darin, das Weblog weltweit, sofort und für alle lesbar zu machen. Alles weitere ist nachgeordnet: Niveau, Design und häufig sogar der Inhalt. Aktuell, individuell, originell und jede Menge Links, das sind die Kennzeichen für Blogging.

News sind gefragt

Niemand will heute mehr ellenlange Abhandlungen lesen, deshalb steckt in der Kürze die Würze. Im Vordergrung stehen brandaktuelle News. Oft aber geht es auch um Fun oder auch nur um bloße Gefühlsbekundungen. Nichts ist für die Ewigkeit geschrieben, alles ist subjektiv, das Weltbild ist egozentrisch. Was zählen beim alltäglichen Narzissmus Wahrheit oder Wissenschaft ...?

Blogging in einer eingeschworenen Gemeinschaft

Die Nachrichten können auch sehr persönlicher Natur sein. Es gibt viele Weblogs, die der Menge unbekannt sind. Nur eine eingeschworene Gemeinschaft, wie zum Beispiel eine Jugend-Clique, hat Kenntnis über einen speziellen Blog. Aber das reicht auch: Außenstehende würden beim Lesen das Gähnen anfangen, für die Teenies ist es der große Hit. Sie amüsieren sich köstlich, über ihren privaten Alltag zu berichten und Intimes über andere Cliquen-Mitglieder zu erfahren. Und eines muß zum Abschluß noch gesagt werden: "Blogging" kann jeder. Es ist schwieriger, eine Wettervorhersage im Internet zu finden, als einen Blog anzulegen. Gerade weil Bloggen von den technischen Anforderungen her so simpel ist, konnte sich die Bloggerszene so schlagartig ausbreiten. Das Erstellen einer eigenen Homepage ist dagegen sehr viel anspruchsvoller.

Wodurch unterscheiden sich "Weblogs" von anderen Medien?

Im Unterschied zu anderen Medien, ist Subjektivität beim "Blogging" ausdrücklich erwünscht. Es geht nicht darum, Ereignisse möglichst sachlich und neutral zu schildern, sondern die ganz persönliche Sicht oder Meinung des Bloggers ist gefragt. Man will etwas über die ganz spezielle Denk- oder Lebensweise des einen Bloggers erfahren und nicht einfach bloße Tatsachen. Es gibt auch diverse Leser, die sich nicht nur mit Lesen begnügen, sondern Einträge auch kommentieren wollen. Im Gegensatz zu einer Zeitung oder Zeitschrift, bei der ein Kommentar zu einem Artikel in Form eines Leserbriefes erst bei der nächsten Ausgabe erscheinen kann (wenn überhaupt!), kann der Leser einen Blogeintrag unmittelbar und ohne Zensur kommentieren. In der Bloggerszene herrscht die Tendenz vor, sehr persönliche, subjektiv gefärbte Formulierungen zu wählen. Das Mitteilungsbedürfnis eines Bloggers ist in der Regel stark ausgeprägt.

Weshalb der Name Weblog? Wurzeln

Beginnen wir bei den Wortwurzeln. Der Begriff "Weblog" setzt sich zusammen aus den beiden Wörtern "Web" und "Log". "Web" ist die Kurzform von World Wide Web (www) oder Weltweites Netzwerk auf deutsch. "Log" kommt von Logbuch - eine Art Tagebuch, in welchem an Bord eines Schiffes alle bedeutsamen Ereignisse eingetragen werden. Dieses Prinzip wurde nun für das Internet wiederentdeckt: Ein "Weblog" im strengen Sinne ist das, was ein Online-Surfer auf seinen Streifzügen durchs Internet für bedeutsam hält. Und was er in seinem "Fahrtenbuch" verewigt. Weblogs (kurz: Blogs), Blogger und Blogging sind kennzeichnende Begriffe für das Logbuch im Web. Der große Unterschied zu einem klassischen Logbuch besteht darin, dass die Blog-Einträge öffentlich gemacht und von anderen kommentiert werden können.

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